ich wechsel mal vom stillen Leser zum Autor eines eigenen Beitrags:
Ich bin 34 Jahre und wohne mit meinen 3 Kindern und meiner Frau in einer Kleinstadt im Münsterland. Beim "Sendung mit der Maus" gucken bin ich letztes Jahr dank eines kleinen Beitrags auf die Aquaponik aufmerksam geworden. Wir versuchen generell eher nachhaltig zu leben und bei der Ernährung den Fleischkonsum so gering wie möglich zu halten. Deswegen war ich für die Aquaponik direkt Feuer und Flamme. Gesagt, getan... Dieses Jahr hab ich mir dann eine kleine Anlage in den Garten gebaut.
Vielleicht zunächst einmal ein kleiner Überblick über die Anlage:
Der Fischtank ist ein abgeschnittener IBC Tank und fasst ca 700liter
In der Anlage befindet sich ein Pumpensumpf mit ca 300l und einer 3500er Teichpumpe.
Momentan habe ich nur 1 growbed (der Deckel des IBC), ich arbeite aber gerade daran ein 2. zu integrieren.
Ebenfalls vorhanden ist ein Sauerstoffstein und eine regentonne die ich zu einem Feststofffilter umgebaut habe.
Ich habe im April angefangen die Anlage einzufahren, zunächst mit salmiakgeist (was ich aber schnell auf Urin umgestellt habe weil mir der ph Wert abgehauen ist).
Im Mai war das System dann soweit das ich Fische einsetzen konnte.
Ich hab mich für den Besatz für Schleien und Spiegelkarpfen entschieden, weil ich einheimische Fische haben wollte und ich das Becken auf keinen Fall beheizen möchte.
Bestellt habe ich 4 Spiegelkarpfen und 4 Schleien 15cm lang bei einer Fischfarm im Internet.
2 Worte dazu: .... nie wieder.
In meinem Kopf werden Fische in einem festen Behälter, idealerweise aus Styropor und mit ausreichend Wasser und Sauerstoff verschickt.
Die Realität holte mich in Form eines Pappschuhkartons mit einem Toten Fisch und 7 notdürftig feucht gehaltenen Fischen ein...
Die Spiegelkarpfen starben alle innerhalb der ersten 48 Stunden, einzig die Schleien überlebten das.
Die waren dann auch für die ersten 2 Wochen die einzigen Bewohner.
Für meine Töchter habe ich dann letzte Woche 3 Goldfische gekauft und den Schleienbestand auf 7 aufgestockt. Ebenfalls im Becken sind jetzt 6 Nasen.
Die Wasserwerte habe ich seit April ca alle 2 Tage kontrolliert.
Ammoniak liegt immer bei 0 oder manchmal in geringen Mengen vor.
Nitrit meistens bei 0,1 oder 0,05
Nitrat ist meistens auch zwischen 1 und 3
Der ph wert liegt meist bei 7,5
So das war jetzt mehr Text als erwartet aber ich wollte euch einen kleinen Überblick über die Anlage geben bevor ich meine fragen stelle.
Die erste Frage betrifft das Algenwachstum in meiner Anlage. Seit ca 1 Woche sieht das Wasser immer grünlicher und trüber aus und die ibc Wände sind grünlich verfärbt. Ich habe den Tank bereits von der Süd und West Seite ummauert sodass die Sonneneinstrahlung nicht mehr allzu stark sein dürfte und 20 sehr kleine posthornschnecken (kleiner als 1cm) haben ihren Weg in die Anlage gefunden. Das Problem wird allerdings nicht besser.
Kann der Algen Bewuchs auf das Einfahren mit Urin zurückzuführen sein und sollte ich da etwas unternehmen?
Was ich definitiv noch machen möchte ist mir einen Sauerstoff test zu kaufen um den Sauerstoffgehalt im Wasser zu prüfen was ich bis jetzt noch nicht getan habe.
Ich habe auch noch Fragen zur Überwinterung der Fische aber das würde glaube ich gerade den Rahmen sprengen und das Algen Problem(soweit es eins ist) ist für mich gerade dringender.
Würde mich kurz interessieren, ob hier jemand eine Qualitäte Sonnenschutzfolie empfehlen kann, die ich an meine zwei Fenster in Wohnzimmer ankleben kann. Die sollte dazu dienen, um das Sonnenlicht zu reduzieren. Da sich meine Wohnzimmer besonders über Sommer in eine Sauna verwandelt. Habe gerade versucht, eine gute Fensterfolie auf Google zu finden, leider ohne viel Erfolg. Deswegen habe ich mich entschieden, die frage hier mal zu stellen, in Hoffnung, dass mir hier jemand was Interessantes empfehlen kann.
ich wollte auch einmal mein aktuelles Projekt vorstellen.
Alles startet mit dem Bau eines Geodom-Gewächshauses.
Auf der Suche nach möglichen Bepflanzungen bin ich dann auf eine Aquaponik im Geodom gestossen und dachte sofort: Das brauche ich auch.
Da aber zu dem Zeitpunkt der Geodom fertig war, passten keine grossen Elemente mehr durch die Tür. Ich habe dann einen Rahmen aus Aluminium für den oberirdischen Teil vom Fischtank geschweisst und entsprechend alles mit Teichfolie gebaut. Die Growbeds sind ebenfalls aus Teichfolie, die Holzrahmen aus Resten von Schränken etc.
Die Tankgrösse sind ca. 1500L, die Growbeds ca. 6 x 1m², ca. 15 - 20 cm hoch Blähton. Der Ablauf der Growbeds ist in ca. 3cm Höhe da ich zuerst ein Steady-Flow-System haben wollte. Aber der Ablauf ist langsamer als der Zulauf, daher läuft jetzt die Pumpe ca. 50% der Zeit, ist also aktuell eine Mischung aus Steady-Flow und Flood-Drain.
Ich hatte dann mit ein paar Pflanzen angefangen und von Dom die Starterkultur zugegeben. Allerdings schon nach 2 Wochen 25 Schleien (10-12cm) zugesetzt.
Da ich hier gelesen hatte das Schleien einen Boden wollen habe ich Spielsand eingefüllt. Danach war das Wasser praktisch sofort grün und es war nicht mehr wirklich was zu sehen.... Das war wohl ein Fehler.
Aktuell sieht das Wasser so aus:
Dann habe ich die Schleien mit ein paar gekauften Wasserpflanzen eingesetzt und die restlichen Pflanzen eingesetzt.
Jetzt habe ich aktuell das Problem das nach einer Woche bereits 3 Schleien gestorben sind. Am Donnerstag morgen haben auf einmal Schleien nach Luft geschnappt. Ich habe dann sofort eine Teichbelüftung eingesetzt was auch geholfen hat, aber am Mittag war dann die erste tote Schleie zu sehen (leider kann ich die erst sehen wenn sie oben schwimmt, siehe Wasser...).
Freitag und Samstag war alles ruhig, heute morgen trieb die 2. tote Schleie und heute Mittag leider Nummer 3.
Die Messwerte die Woche über waren meiner Meinung nach unauffällig, NO2, NO3 und Ammoniak kaum Messbar, pH war am Anfang bei ca. 6,2 dann durch gabe von Eierschalen mittlerweile bei ca. 6,8.
Gestern abend waren die Werte ebenso, der dann eingetroffene O2-Test sagte 10, Fe 0,05. CO2 rechnerisch 29, KH ca. 4,5.
Mehr kann ich zur Zeit nicht messen.
Hat noch jemand eine Idee woran es liegen könnte?
Ich werde wegen der Algen jetzt mehr beschatten. Ich habe im Filter der Pumpe noch einen UV-Strahler, den ich aber bisher nicht benutzt habe. Sollte ich den mal probieren?
Hier nochmal eine Gesamtansicht:
Wie gesagt, ich bin für alle Ideen dankbar.
Viele Grüsse,
Matthias
Nachtrag: Das System ist mit Regenwasser befüllt
Nachtag 2: Gefüttert wird mit der 1% Regel ca. 125g, aktuell zur Hälfte mit dem vegetarischen Futter von Dom und zur Hälfte Futter vom Fischlieferand.
Jetzt gerade, 20:30 Uhr, noch mal da gewesen und die Fische hängen an der Oberfläche. Ich bin mir nicht sicher ob um zu Fressen oder um nach Luft zu schnappen. Die meisten hängen dabei an der Stelle des Rücklaufs der Becken. Dann habe ich schnell noch mal gemessen, O2 am Anschlag der Skala mit 10, pH 6,5 - 7, Nitrit untere Grenze der Skala.
In diesem Modus lassen sich die Schleien tatsächlich einfach mit Hand fangen, das kommt mir sehr komisch vor. Den Tag über habe ich, bis auf die Tote, keinen Fisch gesehen.
Hallo,
ich habe eine kleine Aquaponik Anlage gebaut - weil ich das mal ausprobieren möchte.
Nun ist daraus eine Anlage geworden, die das Potential hat ausgebaut zu werden - aber hierfür habe ich bislang noch nicht die Zeit gefunden.
Aktuell habe ich ein DWT - System und einen eingelassenen Teich. Ich habe mir gedacht, sollte ich kein Glück mit der Aquaponik Anlage haben so bleibt ein schöner Teich über - außerdem hat dieser Bodenkontakt und reguliert somit die Temperatur im Gesamtsystem.
Die Anlage besteht aus:
Filter mit UV Lampe ( habe ich zwecks Einlaufen im Moment nicht an - und bin mal gespannt ob ich die benötigen werde)
Dem DWT System
Einem Bachlauf - damit schön viel Sauerstoff eingetragen wird
ein paar Goldsichen und Grundlingen.
Da ich den Fisch nicht essen darf (der Kinder wegen) - sind es zierfische geworden. Ich hoffe, dass Gold und Grundling den Teich ausreichend von Algen frei halten und ich den richtigen Besatz gewählt habe und dieser nicht vom Reier oder der Elster geklaut wird.
Aber nun kommen auch schon die ersten Fragen:
irgendwie sehen meine Tomaties nicht so doll aus und der Salat ist auch gelber - als der Rasen und sieht auch nicht ganz so doll aus.
Ich habe das JBL Wasser Tropfentest System und folgende Werte analysiert:
KH = 5
PH = 8,5
NO3 = 1
Während der Einlaufphase habe ich sowohl Amonniak als auch Nitrit gemessen - aber das System schein eingelaufen zu sein, da sowohl die Nitritwerte als auch Ammoniak Werte wieder runter gegangen sind.
Die Wasserpflanzen zumindest machen sich gut und prächtig - also alles kann nicht schlecht sein.
Vielleicht habt Ihr ein paar Anregungen, was ich noch benötige um die Anlage zum richtign Booster zu bekommen? Würde mich zumindest freuen.
Was habe ich noch vor? Ich würde gerne noch einen Feststofffilter einsetzen - weiß noch nicht genau wo und wie - aber vielleicht wird es ja ein Zyklon.
Für den Herbst denke ich noch über ein wagerechtes Rohrsystem nach - ich habe einen Wintergarten - dort wollte ich es integrieren, wenn das DWT gut funktioniert.
Anbei ein paar Bilder. Ich währe über Vorschläge und Hinweise dankbar.
momentan interessiert mich sehr die Wasserlinse, auch Entengrütze genannt. Sie wächst sehr schnell und hat 30 % Eiweiss.
Es ist kein Vollfutter für Fische, sondern ein Zufutter, 20 bis 30 %.
Im Web fand ich die Zahl 20 t / (ha a), also 20 Tonnen Trockemasse pro hektar und Jahr.
Das sind 2 kg / (m2*a).
Die Futtermittelpreise steigen momentan (2022-05), ich rechne 500 EUR/t oder 0.5 EUR pro kg. Also genau 1 EUR/(m2*a).
Das Gegenargument: Braucht Fläche, und auch noch wertvolle Gewächshausfläche, da die Wasserlinse sehr wärmeliebend ist. Somit: Schöne Idee, aber lohnt sich nicht!
Andererseits, ist irgendwie reizvoll!
Was meint ihr, gibt es Erfahrungen zu obigen Zahlen?
Hallo, liebe Aquaponikfreunde,
bin gerade mitten in der Anlageplanung und frage mich, welche Anforderungen an das Gewächshaus gestellt werden, wenn man Fische (Afr. Wels) und Gemüse gemeinsam aufziehen möchte. Mir ist bewusst, dass es sich beim Afrikanischen Wels um einen Warmwasserfisch handelt, also in der kalten Jahreszeit geheizt werden muss.
Wie sieht es mit der Belüftung aus? Sind hierfür konventionelle Gewächshaussets geeignet oder muss man im Sommer ordentlich durchlüften können?
Zur Verfügung habe ich in etwa 600x300m Fläche, also suche ich etwas in der Grössenordnung. Im Blick habe ich dabei unten angehängtes Gewächshaus, das kostengünstig zu haben wäre und mit Polycarbonat verkleidet ist.
Gibt es bzgl. Gewächshaus Empfehlungen und Tipps eurerseits?
Heyho,
bin neu, hab mir ca 1 Million Videos angesehen und weiß glaube ich inzwischen genug um mal mit ner simplen ibc chop and flip testanlage heuer loszulegen.
Das einzige, was mir grade Kopfzerbrechen bereitet ist die Frage: Wo nehm ich Ammoniak her? let's grow bietet nur Harnstoff an und vielleicht hab ich was nicht kapiert, aber bis Harnstoff in Ammoniak umgewandelt ist, vergeht wieder zusätzliche Zeit(Vieleicht kann mich da ja ein findiger Chemiebegiesterter aufklären)
Langer Rede kurzer Sinn: Wo nehmt ihr euren Ammoniak zum cyclen her, und wieviel brauch ich dann davon. Wenn ich mir so nen konzentrierten flüssigen Ammoniakreiniger bestelle, is das zu heftig und ich hab mit nem Esslöffel instant 20ppm!?
10 Jahre ist es her, das ich auf euer Forum gestoßen bin. Eine kleine Versuchsanlage (2 qm Kies-Beet) am vorhandenen Gartenteich konnte ich 2013 umsetzen. Aber ich wollte mehr... Jahrelang habe ich geplant, gelesen und gezeichnet.
Jetzt ist es endlich soweit: Das Gewächshaus(ein Traum von 3 x6 m) dürfte nächste Woche bei mir eintreffen. Gerade bin ich dabei die iBC-Tanks auf ein einheitliches Maß (gut 30 cm)zu schneiden. Am Unterbau habe ich lange herum getüftelt(lange stabil und bezahlbar). Ich habe mich letztlich für große Pflanzringe entschieden, zwei aufeinander ergeben 60 cm Höhe. Darauf lege ich 5 cm starke Holzbohlen und darauf 10 IBC-Hälften, gefüllt mit Kies. Da ich mit 1,78 m doch etwas größer bin gibt das eine gute Arbeitshöhe.
Die Pflanzringe stehen leider vor dem Zaun, da dem Kran vom Lieferanten einer unserer Bäume im Weg war. 40 Stück a 40 kg müssen jetzt einzeln über den Zaun; dafür trägt sie mir auch keiner so leicht weg.
Im Teich leben jetzt neben einem Koi, etlichen Goldfischen und Bitterlingen 21 Spiegelkarpfen. Unsere 2 Lauferpel tummeln sich darauf und machen viel Blödsinn, aber sie verjagen den Fischreiher. Alle zusammen geben bestimmt genug Nährstoffe ab für meine Pflanzen.
Der Rücklauf ist ein 110er KG Rohr, die Zufuhr erfolgt über einen 32 mm Schlauch, der Einfachheit halber im Rohr verlegt. 19 laufende Meter sind bereits im Boden verlegt und der Rasen erholt sich schon. Also Tiefbau ist erledigt. Bin nur gespannt ob meine Pumpe([size=1]T.I.P. [/size]T.IT.I.P. 3011 Stainless Steel Gartenpumpe GP 3000 INOX) das schafft.